Innenpolitik
Der
Spartakusbund
Der Spartakusbund war eine linksrevolutionäre
Vereinigung, die von 1914 bis 1918 gegen den 1. Weltkrieg und für die soziale
Revolution agierten. Daraus ging Anfang 1919 die Kommunistische Partei
Deutschlands hervor.
Die Gruppe, die sich nun Spartakusbund
nannte schloss sich 1917 trotz politischer Differenzen der Unabhängigen
Sozialdemokratischen Partei (USPD) an.
Nach Meinung der beschlossenen Anhänger der Sozialistischen
Internationale hätte der Kriegsbeginn durch einen Generalstreik verhindert
werden müssen. Untermauert wurde diese besonders durch eine Streitschrift von
Rosa Luxemburg, die sie während ihrer Berliner Haft 1915 verfasste. Die unter
dem Anonym "Junius" herausgebrachte Broschüre verwarf die These vom
aufgezwungenen Verteidigungskrieg. Sie ging mit den am Krieg verdienenden
Kapitalisten hart ins Gericht.
Der Spartakusbund bildete den linken
Flügel, den Oppositionsflügel der Sozialistischen Internationale.
Am Neujahrstag 1916 beschlossen sie
eine illegale Zeitschrift herauszugeben, die nach dem Führer des römischen
Sklavenaufstands „Spartakus“ benannt wurde, die durch einen internationalen
Klassenkampf den Frieden erzwingen wollten. Ende April 1916 unterstrichen die
radikalen Sozialisten ihre Ablehnung "jeglicher Unterstützung der
Kriegspolitik durch die Vertreter der sozialistischen Parteien".
Als Liebknecht im unmittelbaren
Anschluss an das Treffen in der Schweiz, am 1. Mai, auf dem Potsdamer Platz in
Berlin eine Anti-Kriegskundgebung abhielt, wurde er verhaftet und im Juli vom
Kriegsgericht zu mehreren Jahren Zuchthaus verurteilt. Da gleichzeitig eine
"Sicherheitsverwahrung" über Rosa Luxemburg verhängt wurde, gab Leo
Jogiches die Spartakusbriefe heraus, in denen die aus dem Gefängnis
geschmuggelten Beiträge Luxemburgs am meisten Aufmerksamkeit gewannen. Die
illegalen Spartakusbriefe erhielten Anfang 1917 durch die Russische
Februarrevolution zusätzlichen Auftrieb.
Der Spartakusbund, der vorrangig aus Gebildeten und
Intellektuellen bestand, hatte auf die große Streikbewegung vom Januar 1918
kaum Einfluss.
Am 9. November 1918 erschien erstmals die "Rote
Fahne" als offizielles Organ des Spartakusbundes.
Doch während der Revolution 1918/19 spielten die
Spartakisten keine wesentliche Rolle, selbst in den Arbeiter- und Soldatenräten
konnten sie kaum Fuß fassen. Unter Noskes Führung wurde der Aufstand bis zum
13. Januar 1919 durch Regierungstruppen und Freikorps, die mit äußersten
Brutalität vorgingen, niedergeschlagen. Ihre Hoffnung vom 9. November 1918,
vereitelte der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann mit seiner spontanen
Bekanntmachung der Republik. Tags darauf bildeten je drei Vertreter der SPD und
der USPD den Rat der
Volksbeauftragten und versuchten die revolutionäre Entwicklung in
ruhigere Bahnen zu lenken.
Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden nach ihrer
Festnahme ermordet, obwohl sie vom Aufstand abgeraten hatten. Viele ihrer
Mitglieder wurden aus Verbitterung über den Kurs der Regierung zu radikalen
Gegnern der repräsentativen Demokratie. Im März 1919 kam es in Berlin erneut zu
schweren Kämpfen zwischen Räteanhängern und Freikorps; ihren Höhepunkt
erreichte die Auseinandersetzung mit der Errichtung einer Räterepublik in
München, die am 1. Mai blutig niedergeschlagen wurde.
Auch innerhalb der USPD vertraten die
Spartakisten nur eine radikale Minderheitsposition. Auf der Generalversammlung
der Berliner USPD erlitten sie am 15. Dezember eine schwere Niederlage, und
auch auf dem anschließenden Reichsrätekongress
(16. bis 20. Dezember) konnten sie sich mit ihren politischen Forderungen gegen
die Position von USPD und Revolutionären Obleuten nicht durchsetzen. Daraufhin
beschloss die letzte Reichskonferenz des Spartakusbundes am 29. Dezember die
Gründung einer kommunistischen Partei. Auf dem Gründungsparteitag vom 31.
Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 schlossen sich die Spartakisten mit
anderen linksradikalen Gruppierungen zur KPD zusammen.
-
genauen
Einblick in den Gang der Revolution
- Waffenstillstand
-
nicht ein Friede des Augenblicks und der Gewalt,
sondern ein Friede der Dauer und des Rechts
-
kein
Kapitalismus, solange er besteht sind Kriege unvermeidlich.
-
der Spartakusbund
fordert die internationale Gemeinsamkeit der Menschen. (Nur der Wille des
Proletariats ist auf einen dauernden und menschenwürdigen Frieden gerichtet;
nie und nimmer kann der Imperialismus der Entente dem deutschen Proletariat
diesen Frieden geben; ihn wird es von seinen Arbeitsbrüdern in Frankreich,
Amerika und Italien erhalten. )
-
die kapitalistische Gesellschaftsordnung zu beseitigen, das ist die
einzige Rettung des Proletariats aus dem dunklen Verhängnis seines Schicksals.
-
der verwirklichte
Sozialismus ist die grundlegende Voraussetzung für eine wahre Demokratie
Welche
Ursachen sind es gewesen, die zum Weltkriege getrieben haben?
-
Kapitalismus; er bedeutet die Ausbeutung des Proletariats; sie bedeutet
eine ständige und ungehemmte Ausdehnung des Kapitalismus auf dem Weltmarkt.
(Hier treffen in scharfem Kontrast die kapitalistischen Mächte der
verschiedenen nationalen Gruppen zusammen. Und dieser wirtschaftliche
Zusammenstoß führt mit Notwendigkeit zuletzt zu einem Zusammenstoß der
politischen und militärischen Waffen – zum Kriege. )
-
Die Konkurrenz, das Wesen der kapitalistischen Produktion, bedeutet für
uns Sozialisten Brudermord Das Proletariat hält den Hammer in der Hand, um
daraus eine neue Welt zu formen.
Willi Budich
Käte Duncker
Hermann Duncker
Hugo Eberlein
Leo Jogiches
Paul Lange
Paul Levi
Julian Balthasar Marchlewski
Franz Mehring
Ernst Meyer
Wilhelm Pieck
August Thalheimer

Mit dem Hitlerputsch vom 8. November 1923 versuchten Adolf
Hitler und andere Nationalsozialisten, die Regierungsmacht in München an sich
zu reißen.
Die Gründe:
Es hat einen großen Geldmangel in der
Nationalsozialistischen Bewegung gegeben. Außerdem nutzte Hitler aus, dass das
Volk unzufrieden mit der Reichsregierung war, weil sie für die Unterzeichnung
des Versailler Friedensvertrags verantwortlich
war. Hitler hoffte auch auf Unterstützung von der bayerischen Regierung unter
G. Ritter von Kahr, die sich im Streit mit der Reichsregierung befand.
Der Verlauf:
Der nationalistische Generalstaatskommissar von Bayern,
Gustav Ritter von Kahr, plante schon länger Staatsstreich und einen „Marsch auf
Berlin“, woran die nationalsozialistische Bewegung um Hitler beteiligt werden
sollte.
Kahr schloss ihn aber dann von seinen Umsturzplänen aus.
Daraufhin stürmte Hitler am Abend des 8. November 1923 mit einem Stoßtrupp in
den überfüllten Münchner Bürgerbräukeller, in dem Kahr eine Versammlung über
die Richtlinien seiner Amtsführung und seiner Stellung zum Marxismus hielt. Hitler feuerte einen Pistolenschuss
in die Decke und proklamierte auf dem Podium die „Nationale Revolution“
und eine „provisorische Nationalregierung“ unter seiner Führung mit dem General
Erich Ludendorff als Kriegsministern. Des weiteren erklärte er die bayerische
Regierung, die Reichsregierung und den Reichspräsidenten für abgesetzt.
Danach drängte Hitler die Versammlungsleitung, bestehend
aus von Kahr, Oberst Hans von Seißer und dem Generalleutnant Otto von Lossow in
ein Nebenzimmer, in dem er unter Androhung von Waffengewalt die Zustimmung der
drei Geiseln zu dem Putsch erzwang. In der gleichen Nacht organisierte die
Versammlungsleitung den Widerstand gegen die Putschisten.
Am Morgen des 9. November 1923 marschierte ein zum Teil
bewaffneter faschistisch-nationalistisch-völkischer Bürger unter Hitlers und
Ludendorffs Führung zur Feldherrenhalle in München, wo der Vormarsch durch die
Polizei gestoppt wurde. Dabei wurden 4 Polizisten und 15 Demonstranten getötet.
Ludendorff wurde am gleichen Tag verhaftet. Hitler wurde ein paar Tage später
verhaftet und in einem späteren Prozess zu einer Freiheitsstrafe von nur fünf
Jahren verurteilt. Aufgrund dessen wurde im ganzen Reich die NSDAP verboten.
Im Gefängnis fing Hitler an sein Buch „Mein Kampf“ zu
schreiben, doch bevor er es beenden konnte, wurde er nach einen halben Jahr
entlassen.
Die Folgen:
Am 10. November hat sich die Regierung zusammengesetzt, um
weitere Maßnahmen zur Wiederherstellung der inneren Ruhe, Ordnung und zur
Wahrung der Reichseinheit zu besprechen.
Durch die Vorgänge in München, wurde die parlamentarische
Lage in Berlin sehr stark beeinflusst.
Jährlich wird eine Totenfeier für die Erschossenen und den
am Putsch beteiligten Personen von den Nationalsozialisten gehalten. Sogar
heute noch wird der 9. November von vielen Neo-Nazis zu Gedenkmärschen genutzt.
Am 4. Januar 1919 verordnete die preußische Regierung die
Absetzung des Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn (1863-1925) von der
Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD). Ihm wurde
vorgeworfen, während der Weihnachtskämpfe 1918 revolutionäre Matrosen
unterstützt zu haben.
Anhänger
der USPD und der aus dem Spartakusbund hervorgegangenen Kommunistischen Partei
Deutschlands (KPD) sowie Revolutionäre Obleute entfachten daraufhin am 5.
Januar 1919 in Berlin einen bewaffneten Aufstand. Der einen Tag später
eingesetzte Revolutionsausschuss unter Leitung des USPD-Politikers Georg
Ledebour und des Spartakisten Karl Liebknecht erklärte den Rat der
Volksbeauftragten für abgesetzt und verkündete die Übernahme der
Regierungsgeschäfte. Ziel der Aktion waren die Verhinderung der Wahl zur
Nationalversammlung und die Errichtung einer Räterepublik.
Nach
gescheiterten Verhandlungen der Regierung mit den Aufständischen begannen am 8.
Januar unter dem Oberbefehl des Volksbeauftragten Gustav Noske Regierungstruppen
mit der Niederschlagung des Aufstands. Vor allem um das von den Spartakisten
besetzte "Zeitungsviertel" wurde erbittert und mit äußerster
Brutalität gekämpft. Allein die Erstürmung des "Vorwärts“ -
Verlagsgebäudes am 11. Januar kostete Dutzende von Menschen das Leben. Nach der
Einnahme des Berliner Polizeipräsidiums, einen Tag später, brach der wenig
vorbereitete Januaraufstand zusammen, der insgesamt 165 Opfer forderte. Im Zuge
antirevolutionärer "Säuberungsaktionen" durch Regierungstruppen und
Freikorps erfolgte wenige Tage später die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl
Liebknecht, die nicht nur bei den radikalen Linken Abscheu und Empörung
hervorrief.